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Die wundersame Geschichte des mechanischen Musikmuseums in Finnland
Die wundersame Geschichte des mechanischen Musikmuseums in Finnland

Die wundersame Geschichte des mechanischen Musikmuseums in Finnland

Das Museum entstand aus der Liebe zur Musik und Antiquitäten. Liisa und Jürgen Kempf wohnten damals in Deutschland. Jürgen war Berufsoffizier in der Bundeswehr und Liisa hütete den Sohn neben des Mikrobiologiestudiums, was sie später wegen des häufigen Ortswechsels aufgeben musste.

Wegen zweier Dienstunfälle brach die Zukunft in der Armee für Jürgen zusammen und nach der Pensionierung standen er und Liisa mit viel Fragen auf der Strasse. Beide hatten Sprachwissen, Jürgen war fit in der Menschenführung, in Planungs- und Organisationswesen, während Liisa das Unternehmendasein in einen Antiquitätenladen lernte. Dazu kamen 70 mechanische Musikinstrumente, die sie bis dahin gesammelt hatten. In Deutschland gab es in den 70er Jahren so viele Museen dieser Art, dass es sich nicht lohnte ein weiteres zu eröffnen.

Hiidenlahti, Tuusniemi Hiidenlahti, Tuusniemi, 1. sali/1st hall/1. halle Hiidenlahti, Tuusniemi, kahvila/cafe Jürgen & Pawel

Dies beeinflusste die Entscheidung in Lisas Heimat das Unternehmerglück zu versuchen. Innerhalb von zwei Jahren wurde ein Standort gesucht. Tuusniemi, in Savo, bot sich an. Die Gemeinde Tuusniemi war sehr interessiert an dem Projekt, zu dieser Zeit war der politische Wille optimal für neue Ideen. Bis zum Umzug nach Finnland wurden Liisa und Jürgen zu Händlern. Auf Antiquitäten und Flohmärkten. Es war die Blütezeit diese märkte das verdiente Geld wurden gespart, so dass der Umzug und der Anfang ohne Kreditaufnahme gesichert war. Die Idee ein mechanische Musikmuseum in Finnland zu eröffnen war in zweifache Hinsicht abweichend vom Normalen: exotische Instrumente und eine exotische verrückte Familie nach Finnland.

Am 03.05.1981 kam die Familie Kempf (Liisa, Pavel und Jürgen) mit dem Umzugsgut auf dem Schulhof der Kleingemeinde Hiidenlahti (Tuusniemi) an. Das Einrichten des Museums dauerte 2,5 Monante. Da bliebt keine Zeit die Betten aufzustellen. Liisa kümmerte sich um den verfluchten Papierkram. Die Genehmigung den Betrieb zu eröffnen kam vom finnischen Staat am 01.07.1981. Es war ein Weltrekord zu dieser Zeit. Die Leute mochten uns, vor allem Liisa. Die Museumsfläche betrug 90 m2, es gab 70 Instrumente. Nichts Aussergewöhnliches. Mit Hilfe von 3 Strassenschildern fanden sofort die Besucher den Weg zum Museum. Mitten in der Wildnis! Ohne die lieben Menschen von Tuusniemi-Hiidenlahti hätte die Familie Kempf keine Chance gehabt. Vom 01.07.1981 bis 15.12.1981 hatte das Museum schon 350 Besucher.

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Nach den ersten Wochen wurde dem Museum klar, dass das Produkt sehr gut war. Mit einer lebendigen Führung durch die Sammlung war die Hälfte getan. Jetzt mussten Freunde, Fürsprecher und Mäzene gefunden werden. Für die Medien war das Museum eine Sahnetorte. Ohne Familie Happonen, Antti Pitkänen, Elina Karjalainen, Seppo Heikinheimo, Vexi Poutiainen, Jussi Hakaniemi, Tero Kiiskinen, usw (die Liste ist seitenlang) wäre das Museum ohne die Aura des Aussergewöhnlichen. Weit Weg von des ”Zivilisation” war das Museum noch nicht selbsttragend. Zuerst musste das Gebäude in den Besitz der Familie kommen. Das war aufgrund der guten Beziehungen zu Tuusniemi nicht schwierig. 1983 eröffnete Liisa ihr berühmtes Sommercafe ”Rammari”. Die Waffeln von ihr wurden zum Renner und wurden danach viel kopiert, aber die ”Rammariwaffeln” waren die besten. Der Umsatz steigerte sich für das Unternehmen um 20%.

1985 brach das Museum aus dem eigenen Bereich aus und brachte in Zusammenarbeit mit der Stadt Joensuu 50 Drehorgler und sogar einen Esel in die Stadt. Es war ein Erfolg. Finnen tanzten auf dem Markplatz und drängten den Spielern Markstücke auf. Pirkko Kylänpää war die Heldin von Joensuu (damals 2. Stadtdirektorin).

Jetzt war die Zeit zu einer Analyse gekommen. Die Museumssammlung nahm stetig zu. Die nun 120 m2 Austellungsfläche reichten nicht mehr aus. Sollte das Museum wachsen? Wenn ja, dann an einem anderem Standort. Andere Städte in Ostfinnland waren an dem Museum interessiert. Die Stadt Varkaus, gleich Tuusniemi, bot einen sicheren Vertrag, eine optimale Lage und eine gute Zusammenarbeit. Am 01.04.1988 gab es das neue Museum in Varkaus. Zuvor in den letzen 7 Jahren hatten rund 80 000 Besucher das alte Museum besucht. Die Sammlung begann in Varkaus mit 110 Instrumente. Die Lehrzeit war vorüber, wie konnte man fortfahren?

Heute ist das Museum immer noch als Familienunternehmen über 32 Jahre alt. Neben Liisa, Jurgen und Pawel war auch Liisas Schwester Suvi für einige Zeit dabei. Katja und Vera Kempf (Ehefrau und Tochter) sind eine glückliche und tatsächliche Bereicherung für das Museum. Dazu aussergewöhnliche junge Mitarbeiter, die im Museum das Sprungbrett zum Berufsleben fanden. Nicht zu vergessen, unser Musikgenie Tapsa Lohikainen. Mit Herz, Verstand und Zähigkeit, Liebe zum Kunden und vor allem, die Verbundenheit zu Musik und zu den Instrumenten geht dass Museum die Zukunft an.